Wer nicht wählt, wählt den falschen Weg! – #BloggerfuerBTW

Am 24. September ist es soweit: Die Bundestagswahl! In den Straßen hängen schon Plakate von Politikern und bei den meisten von euch, werden schon die ersten Wahlbenachrichtigungen im Briefkasten gelandet sein. Ich muss zugeben: Ich bin kein Mensch, mit dem man über Politik diskutieren kann, ehrlich gesagt halte ich mich bei diesem Thema grundsätzlich zurück. Zu viele Meinungen! Zudem wird es selten ein angenehmes Gespräch. Ich möchte heute trotzdem über die Bundestagswahl sprechen.

In Deutschland haben wir die Wahl. Wir dürfen unsere Meinung sagen und mitbestimmen. Es gibt Länder in denen ist das immer noch nicht Möglich. Wir leben in einer Demokratie. Bei der letzten NRW Landtagswahl (2012) war der große Verlierer wieder einmal die Partei der Nichtwähler – mit 40,4%.

Nichtwähler nannten folgende Gründe, warum sie nicht zur Wahl gegangen sind (Forsa 2013, Infratest 2016, Mehrfachnennungen möglich):

1. „Durch Wahlen ändert sich nichts“ (87%)
2. „Politiker verfolgen eigene Interessen“ (64%)
3. „Keine Unterschiede zwischen den Parteien“ (64%)
4. „Entscheidung zu schwierig“ (59%)
5. „Keine Partei vertritt meine Interessen“ (55%)
6. „Kein Interesse an Politik“ (25%)
7. „Schlechtes Wetter“ (25%) (Ist das euer Ernst?)
8. „Zu kompliziertes Wahlsystem“ (24%)
9. „Krankheit / Urlaub“ (7%)

Doch! Deine Stimme kann etwas ändern!

Für 2017 wird ein stärkerer Anstieg für die Bundestagswahl erwartet, aber es bleiben voraussichtlich etwa 20 Prozent der Wahlberechtigten, die keinen oder einen ungültigen Stimmzettel abgeben werden.

Was genau passiert denn mit meiner Stimme, wenn ich gar nicht wählen gehe!?

Um dir den unverständlichen politischen Wirrwarr zu ersparen, versuche ich das jetzt ganz einfach auf meine Art zu erklären:

Stellen wir uns vor, es gäbe die Parteien von Katz und Maus und es gibt insgesamt 100 Wahlberechtigte.
Es gehen von den 100 Wahlberechtigten aber nur 10 Leute wählen und es stimmen 7 für die Katze und 3 für die Maus, dann hat die Katze 70% und die Maus 30% der Stimmen, denn es werden nur abgegebene und gültige Stimmen gezählt.

Prinzipiell, kannst Du jetzt sagen, dass 70 Stimmen, also auch 63 Stimmen von Nichtwählern an die Katze gegangen sind. Und die Maus hat 30 Stimmen, also 27 von Nichtwählern, bekommen.

Und wen soll ich deiner Meinung nach wählen!?

Es ist deine Stimme! Ich kann dir nicht dabei helfen, für welche Partei du dich letztendlich entscheidest. Früher habe ich meinen Opa gefragt als ich das erste Mal wählen durfte. Irgendwann auch mal meinen Vater. Letztendlich habe ich dadurch auch mal eine Partei gewählt, die meinen Vorstellungen nicht entsprach! Deswegen informiere dich am Besten selbst.

Wo kann ich denn herausfinden, welche Partei die Richtige für mich ist!?

Multiple Choice am Wahl-O-Mat:

Am Wahl-O-Mat kannst Du dich ein wenig orientieren und hast in wenigen Minuten ein Ergebnis. Zudem bekommt man eine genaue Übersicht über die Themen der Parteien. Ich würde dennoch nicht unbedingt raten, sich zu 100% nur auf das Ergebnis zu verlassen. Zunächst einmal bildet der Fragenkatalog immer nur die Programme der großen Parteien ab – plus ein paar rechtsradikale Fragen als Kontrast. Alle Alleinstellungsmerkmale kleiner Parteien werden ausgesiebt. Die Ergebnisse des Wahl-O-Mat werden auf 8 Parteien beschränkt, die man in Nachhinein auswählen muss. Hier kannst Du aber direkt 8 kleinere Parteien auswählen und die, die nicht für dich in Frage kommen (wie hoffentlich die AfD) ausschließen.

Den Wahl-O-Mat für die Bundestagswahl 2017 findest Du hier: https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2017/

Wahlprogramme anschauen:

Jede Partei hat ein Parteiprogramm. Hier findest Du z.B. SPD, CDU, Grüne, FDP, Die Linke. oder die V-Partei. Bei der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg gibt es auch eine Übersicht über die Wahlprogramme. Danke an Daniela, diese Übersicht kannte ich noch nicht.

Am Wahlkampfstand:

Nutz doch mal die Gelegenheit und schau am Wahlkampfstand der verschiedenen Parteien vorbei. Du findest sie kurz vor den Wahlen in belebten Straßen und Orten deiner Stadt und dort kannst und darfst Du all deine  Fragen loswerden.

Ich habe aber keine Lust am Sonntag aus dem Haus zu gehen!

Kein Problem! Da habe ich trotzdem eine Lösung für dich: Briefwahl! Öffne mal deine Wahlbenachrichtigung, auf der Rückseite findest Du alle Infos dazu! Jetzt gibt es also keine Ausrede mehr. Es geht um die Zukunft von Deutschland und damit auch um deine Zukunft und um die Zukunft deiner Kinder.

Mit diesem Beitrag nehme ich übrigens an der Blogparade #BloggerfuerBTW teil, die von der lieben Daniela auf ihrem Blog Rassambla gestartet wurde. Wenn Du mehr zu diesem Thema lesen möchtest, schau dir mal den Blog von Lexa an. Dort gibt es auch einen sehr interessanten Beitrag, der euch vielleicht dabei hilft, die richtige Wahl zu treffen.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen und zeigen, wie wichtig es ist, wählen zu gehen!

Deine Gianna

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4 thoughts on “Wer nicht wählt, wählt den falschen Weg! – #BloggerfuerBTW

  1. […] Confetticat: Wer nicht wählt, wählt den falschen Weg! – #BloggerfuerBTW […]

  2. […] Blogparade – Wer nicht wählt, wählt den falschen Weg. […]

  3. Ein toller Vergleich mit Maus & Katze. So werde ich es in ZUKUNFT auch erklären, warum man wählen gehen soll ^^
    LG Lexa

    1. Vielen Dank, Lexa! Ich dachte mir einfacher und verständlicher gehts nicht. 😀 Gut, dass es funktioniert. 🙂

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